Kinder absichern – ohne Stress, ohne Perfektion, aber mit einem guten Gefühl
Kinder verändern alles. Plötzlich geht es nicht mehr nur um den nächsten Urlaub oder das neue Sofa – sondern um Schule, Gesundheit, Entwicklung, Erziehung, Zeitmanagement und Schlaf (oder besser gesagt: den Mangel daran).
Und irgendwo zwischen Brotdose, Kita-Tasche und der Frage „Haben wir eigentlich noch Windeln?“ taucht dann dieses Thema auf, das viele Eltern erst einmal bewusst nach hinten schieben: Versicherung, Vorsorge und Absicherung für Kinder.
Nicht, weil es unwichtig wäre – ganz im Gegenteil. Sondern weil es kompliziert wirkt. Unübersichtlich. Und ehrlich gesagt: einfach anstrengend.
Dieser Beitrag soll genau hier ansetzen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger. Nicht mit Produktnamen oder Kleingedrucktem. Sondern mit Orientierung, Leichtigkeit – und der Botschaft: Man muss nicht alles sofort perfekt machen. Aber anfangen darf man.
Warum viele Eltern zögern – und das völlig normal ist
Die meisten Eltern wissen: „Wir sollten uns darum kümmern.“
Und gleichzeitig:
- fehlt die Zeit,
- fehlt die Lust auf Versicherungsdeutsch,
- fehlt oft jemand, der Dinge verständlich einordnet.
Der Versicherungsmarkt ist groß, unübersichtlich und manchmal schlicht überfordernd. Deshalb ist es völlig okay, nicht alles sofort zu regeln. Wichtig ist nur, einen ersten sinnvollen Meilenstein zu setzen – und zu wissen, dass sich alles später anpassen lässt.
Versicherung ist kein Beton. Sie ist veränderbar. Mitwachsend. Flexibel.
Aus meiner Sicht: Drei Bausteine, die wirklich zählen
Wenn ich Eltern berate, versuche ich das Thema immer auf das Wesentliche zu reduzieren. Für mich gibt es drei Kernbausteine, die man gut, ruhig und ohne Hektik angehen kann.
1) Gesundheit: Kleine Beiträge, großer Mehrwert
Beginnen wir mit einem Punkt, der oft unterschätzt wird – weil er so günstig ist.
Stationäre Zusatzversicherung (Krankenhaus)
Ein Krankenhausaufenthalt ist für ein Kind belastend. Für Eltern meist noch mehr.
Genau hier machen stationäre Zusatzversicherungen einen großen Unterschied:
- Unterbringung im Mehrbett- oder Einbettzimmer
- Rooming-in für Eltern
- bessere Rahmenbedingungen in einer ohnehin stressigen Situation
Diese Absicherung kostet oft nur wenige Euro im Monat – bringt im Ernstfall aber enorm viel Ruhe.
Mein persönlicher Tipp: Wenn man irgendwo beginnt, dann hier. Weil Preis und Nutzen in einem sehr guten Verhältnis stehen.
Ambulante Ergänzungen & Zähne – später und nach Bedarf
Ergänzend kann man sich anschauen:
- Naturheilverfahren
- Osteopathie
- Brillen
- später auch Kieferorthopädie
Aber: Nicht alles muss sofort. Man darf hier ganz bewusst priorisieren – je nach Alter, Bedarf und Bauchgefühl.
2) Absicherung im Alltag: Kinder sind neugierig – und das ist gut so
Kinder entdecken die Welt. Und genau das macht sie manchmal auch verletzlich.
Im gesetzlichen System sind Kinder bei Unfällen außerhalb von Schule und Kita kaum abgesichert. Deshalb ist eine private Unfallversicherung für Kinder aus meiner Sicht kein Luxus, sondern sinnvoll.
Hier geht es nicht um Panik – sondern um Realität:
- Straßenverkehr
- Sport
- Freizeit
- Spielen, Toben, Ausprobieren
Wichtig ist nicht, alles abzusichern, sondern:
- eine solide Invaliditätsleistung,
- optional eine monatliche Rente,
- Reha-, Kur- und Zusatzleistungen.
Auch hier gilt:
Ein Start ist besser als Perfektion.
3) Vermögensaufbau: Zeit ist der größte Vorteil Ihres Kindes
Der dritte Baustein wird oft am längsten aufgeschoben – dabei ist er langfristig unglaublich wertvoll.
Ein früher Vermögensaufbau für Kinder kann später unterstützen bei:
- Führerschein,
- ersten größeren Anschaffungen,
- Auslandsjahr,
- Studium
- oder einfach bei mehr finanzieller Freiheit.
Eine fondsgebundene Rentenversicherung (ETF-basiert) kann hier ein ruhiger, strukturierter Weg sein:
- kleine monatliche Beiträge,
- lange Laufzeit,
- flexible Entnahmen,
- Anpassungen jederzeit möglich.
Der entscheidende Punkt ist Zeit.
Je früher man beginnt, desto stärker wirkt der sogenannte Zinseszinseffekt. Und genau hier liegt ein Geschenk, das man seinem Kind machen kann: Renditezeit.
Wenn ein Kind mit 18 oder 25 einen bestehenden Vertrag übernimmt, hat es bereits Jahrzehnte Vorsprung – finanziell und im Verständnis für Geld.
Perfektion ist nicht das Ziel – Orientierung schon
Kein Kinderschutz- oder Vorsorgekonzept muss von Anfang an perfekt sein. Es darf wachsen. Sich verändern. Angepasst werden.
Das Wichtigste ist:
- nicht alles aufzuschieben,
- sich nicht vom Versicherungsdschungel abschrecken zu lassen,
- und den ersten Schritt zu gehen.
Oder anders gesagt: Man kann wenig falsch machen – aber viel richtig beginnen.
Zum Schluss – ganz persönlich
Gerade hier in Köln erlebe ich in Gesprächen mit jungen Familien immer wieder, wie viele Themen gleichzeitig auf Eltern einprasseln – und wie schnell das Thema Absicherung dabei nach hinten rutscht.
Ich bin überzeugt: Kinder brauchen keine perfekten Konzepte. Aber Eltern dürfen gute Entscheidungen treffen – Schritt für Schritt.
Wenn dieser Beitrag Ihnen geholfen hat, Dinge einzuordnen oder den Druck herauszunehmen,dann hat er genau das erreicht, was er sollte.
Und wenn Sie Fragen haben oder sich einen ersten Überblick verschaffen möchten: Ich nehme mir dafür gerne Zeit – ganz ohne Druck und in Ihrem Tempo.
Martin Lindermann
Versicherung & Vorsorge | Köln
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