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Dirk Matheis
Interview mit Dirk Matheis

„Verantwortung der Unternehmen“

11.08.2012 - ALZEY

Dirk Matheis, führender Sportsponsor, sähe es gerne, mehr Betriebe würden seinem Beispiel folgen

Die ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen sollten ein bisschen mehr Geld in die Sportförderung der Region stecken. Das wünscht sich Dirk Matheis, Vorstand der AXA matheis assekuranz AG in Alzey. Sein Unternehmen macht es vor: Rund 50 Vereine werden von dem Versicherer unterstützt. Wobei Dirk Matheis ein Mann der Basis ist: Beim TuS Stetten trainiert der 40-Jährige eine Fußball-Jugendmannschaft.

Herr Matheis, wie haben Sie den Gewinn der Silbermedaille von Dorothee Schneider in London erlebt?

Ich habe ihre Ritte im Fernsehen verfolgt - phantastisch. Ich finde es beachtlich, weil sie vorher nie so in Erscheinung getreten war. Zumindest hatte ich sie und ihre Leistungen vor London nicht bewusst wahrgenommen. Was sie nun in London erreicht hat, finde ich Wahnsinn. Es zeigt, dass man nicht nur in den großen Metropolen Deutschlands unterwegs sein muss, um erfolgreich zu sein, sondern dass dies auch im ländlichen Raum möglich ist.

Hochkarätiger Sport in den Metropolen, kleiner Sport auf dem Land. Basiert das Gefälle nicht auf den Finanzen?

Das kann ich im Bereich Reiten nicht beurteilen. Dazu fehlen mir die Einblicke in die Sportart. Aber ich gehe mal davon aus, dass in den urbanen Zentren mehr in den Leistungssport und den höherklassigen Breitensport investiert wird, als das in der ländlichen Region der Fall ist.

Sie sind als Trikot-Sponsor sehr präsent in der Region. Wieso?

Ich finde heute sehr wichtig, dass die Sportvereine privat unterstützt werden, dass man sie fördert. Unternehmen haben meines Erachtens eine gewisse soziale Verantwortung, der sie über diese Förderung von Vereinen sehr gut nachkommen können. Die Vereine machen ja auch sehr viel für die Gemeinschaft.

Allgemein hat man den Eindruck, dass es in Städten wie Mainz oder Worms mehr finanzielle Unterstützung für den Sport gibt. Wie erleben Sie das?

Ich denke, in den Städten gibt es einfach größere, umsatzstärkere Unternehmen als auf dem Land. Das spiegelt sich in der Sportförderung durch die lokale Wirtschaft. Bei uns in der eher ländlich strukturierten Region sind mittelgroße Betriebe vertreten. Wenn sie geben, dann hat das immer ideelle Motive. Sie haben keinen direkten Mehrwert von ihrem Engagement.

Ihr Unternehmen auch nicht?

Sicher nicht. Für mich ist wichtig, dass wir der Region etwas zurückgeben. Ein Teil der Umsätze, die wir generieren, stammt aus diesem Gebiet. Wichtig ist mir aber, dass mit unseren Mitteln die Jugendarbeit gefördert wird. Das ist uns ein bedeutendes Anliegen.

Wo sind Sie engagiert?

Grundsätzlich im Gebiet rund um Alzey, aber auch im Bereich Donnersberg und Bingen. Es ist unser Geschäftsgebiet. Wir unterstützen sicher 30 Fußballvereine, aber auch andere Sportarten wie den Handball. Unterm Strich dürften da schon 50 Klubs zusammenkommen.

Würden Sie sich mehr Engagement anderer regionaler Betriebe wünschen?
Ja, auf jeden Fall. Ich denke, für die Vereine wäre das ganz wichtig. Die treiben einen immensen Aufwand. Andererseits verfügen die Kommunen über immer weniger Geld, um diese soziale Arbeit der Klubs zu unterstützen. Daher wäre es schön, die lokale Wirtschaft würde sich im Allgemeinen stärker einbringen und sich ihrer sozialpolitischen Verantwortung stellen.

Das Gespräch führte Claus Rosenberg für die "Allgemeine Zeitung".

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