Das Wichtigste zuerst
Als betriebliche Altersvorsorge (bAV) gilt der Aufbau einer Zusatzrente durch den Arbeitgeber. Ende 2015 hatten circa 18 Millionen Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Betriebsrente. Die klassische arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung besteht daraus, dass der Chef die Beiträge zur späteren Rente alleine zahlt. Allerdings gibt es auch alternative Möglichkeiten. So kann beispielsweise der Arbeitnehmer einen Teil seines Bruttogehalts für eine Betriebsrente verwenden (Entgeltumwandlung). Dazu zählen Beträge bis zu 254 Euro im Monat (3.048 Euro im Jahr), die von der Steuer und von Sozialabgaben befreit sind. Im Gegensatz dazu steht ein arbeitnehmerfinanziertes Modell. Dieses ist aber nur dann lohnenswert, wenn Sie ein hohes Lebensalter erreichen. Wenn der Chef dann seine eingesparten Sozialbeiträge (etwa 20 Prozent) zuzahlt, können Sie dadurch sogar schneller zu Ihren Beiträgen kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Betriebsrenten grundsätzlich versteuert werden müssen. Wenn Sie dann auch noch ein gesetzlich krankenversicherter Rentner sind, müssen Sie zusätzlich noch den vollen Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.
Die Vorgehensweise
Damit auch Sie als Arbeitnehmer die besten Chancen für Ihre Zukunft haben, sollten Sie einige Schritte beachten, um das Beste aus Ihrer betrieblichen Altersversorgung herauszuholen. Zuerst sollten Sie in Ihrem Betrieb nachfragen, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten. Wenn Sie die Chance auf eine Arbeitgeberfinanzierung haben, sollten Sie dort mit einsteigen. Wenn Ihr Chef Ihnen allerdings nichts anbietet, önnen Sie Ihn auf Ihr Recht zur Entgeltumwandlung hinweisen. Eine Beteiligung wäre dann auch für Ihn von Vorteil, da er sich die Sozialbeiträge auf Ihren Sparbeitrag spart. Wenn Sie vorhaben Ihre Arbeitsstelle zu wechseln, sollten Sie sich ebenfalls Gedanken über Ihre betriebliche Altersvorsorge machen. Der Arbeitgeber muss nämlich nicht die bereits bestehenden Verträge übernehmen. Dann könnten Sie Alternativen, wie beispielsweise eine Riester-Rente oder auch flexible Geldanlagen, in Betracht ziehen.