Sinn und Zweck
der beruflichen Haftpflichtversicherung
Grob gesagt ist die Berufshaftpflichtversicherung das Pendant zu anderen Haftpflicht-Policen (zum Beispiel Privat-, Kfz- und Betriebshaftpflicht). Der Unterschied liegt darin, dass sie ausschließlich auf berufliche Fehler zugeschnitten ist und damit für jede Branche separat abgeschlossen wird. Die Unterschiede im Detail:
An dieser Stelle bietet sich vor allem ein Vergleich mit der privaten Haftpflichtversicherung an. Sie reguliert Forderungen, die sich aus in ihrem privaten Umfeld und in der Freizeit entstandenen Sach- und Personenschäden ergeben. Hierzu ein Beispiel: Sie sind bei Freunden zu Besuch, stolpern und beschädigen dabei ein fremdes Notebook. Die Privathaftpflicht würde diesen Schaden übernehmen, indem sie den Kaufpreis für das Gerät an den Geschädigten überweist.
Bei einer Berufshaftpflichtversicherung handelt es sich im Grunde um dieselbe Police, nur dass diese auf das berufliche Umfeld beschränkt ist. Das bedeutet: Richten Sie in Ausübung Ihrer Tätigkeit einen Schaden an einer Person, einer Sache oder fremdem Vermögen an, reguliert die Versicherung den Schadenersatz- und gegebenenfalls auch den Schmerzensgeldanspruch des Geschädigten. Beispiel: Sie beraten als Rechtsanwalt Ihren Mandaten falsch, wodurch er den Prozess verliert oder verletzen als Arzt einen Ihrer Patienten.